Satzung

der Schützengesellschaft Linden von 1904 e. V.

 

§ 1 Name und Sitz

1. Die Gesellschaft führt den Namen

”Schützengesellschaft Linden von 1904 e. V.”

(im Folgenden Schützengesellschaft genannt) und hat ihren Sitz in Hannover. Sie ist in das Vereinsregister eingetragen bei dem Amtsgericht Hannover.

 

2. Die Schützengesellschaft ist über die zuständigen Verbände Mitglied im Deutschen Schützenbund .

 

3. Die Schützengesellschaft ist politisch und konfessionell neutral.

 

§ 2 Zweck

1. Die Schützengesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts ”Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung vom 1.10.1976.

 

2. Der Zweck der Gesellschaft ist

 

a) die Pflege und Förderung des Schießsports und die Erhaltung der Tradition im Schützenwesen,

 

b) die Austragung von Meisterschaften sowie die Übernahme und Ausgestaltung von überregionalen schießsportlichen Veranstaltungen,

 

c) die Förderung der Jugendarbeit.

 

3. Die Schützengesellschaft ist selbstlos tätig, sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

 

4. Mittel der Schützengesellschaft dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Schützengesellschaft. Aufwendungen für die Abwicklung gesellschaftlicher Aufgaben können im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel ersetzt werden. Hierüber entscheidet im Bedarfsfall der Vorstand.

 

5. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

6. Die Mitglieder der Schützengesellschaft erhalten keine Gewinnanteile. Beim Ausscheiden oder bei Auflösung der Schützengesellschaft haben die Mitglieder keinen Anspruch auf das Gesellschaftsvermögen.

 

§ 3 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§ 4 Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft wird durch Aufnahme erworben. Mitglied kann jede unbescholtene Person werden. Die Aufnahme als Mitglied ist schriftlich beim Vorstand zu beantragen. Minderjährige bedürfen der Zustimmung ihres gesetzlichen Vertreters.

 

2. Die Aufnahme erfolgt durch den Vorstand und wird von der Mitgliederversammlung bestätigt. Die Mitgliederversammlung kann die Aufnahme ohne Angabe von Gründen ablehnen.

 

3. Jedes Mitglied erhält mit der Aufnahmebestätigung eine Satzung ausgehändigt. Mit der Aufnahme erkennt das Mitglied die Satzung und alle bisherigen und zukünftigen Beschlüsse der Mitgliederversammlung, des Vorstandes und des Ehrenrates an.

 

4. Mitglieder sind:

a) Ordentliche Mitglieder

b) Jugendliche Mitglieder unter 18 Jahren

c) Ehrenmitglieder

d) Mitglieder ehrenhalber.

zu c)

 

Zu Ehrenmitgliedern können Mitglieder ernannt werden, welche sich in hervorragender Weise um die Schützengesellschaft verdient gemacht haben. Ehrenmitglieder sind von der Beitragszahlung befreit, haben jedoch die gleichen Rechte wie ordentliche Mitglieder. Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt durch den Vorstand und wird auf der Jahreshauptversammlung bekanntgegeben.

 

zu d)

 

Zu Mitgliedern ehrenhalber können Personen ernannt werden, welche unserer Schützengesellschaft oder dem Schützenwesen nahestehen und sich um den Schießsport verdient gemacht haben. Mitglieder ehrenhalber zahlen keinen Beitrag und haben kein Stimmrecht. Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt durch den Vorstand und wird auf der Jahreshauptversammlung bekanntgegeben.

 

 

§ 5 Rechte und Pflichten

Rechte:

 

Jedes Mitglied ab dem 18. Lebensjahr ist stimmberechtigt (außer Mitglieder nach § 4d). Jedes Mitglied hat Anspruch auf Benutzung des Eigentums und der Einrichtungen der Schützengesellschaft im Rahmen der festgelegten Termine, aber nur bei Anwesenheit von Aufsichtspersonen.

 

Pflichten:

 

Jedes Mitglied hat unaufgefordert bis zum 31. März eines jeden Jahres den Jahresbeitrag zu zahlen, dessen Höhe von der Jahreshauptversammlung festgelegt wird (außer Mitglieder nach § 4c und 4d).

 

Neu eintretende Mitglieder haben eine Aufnahmegebühr zu zahlen, deren Höhe je nach Schießsportart vom Vorstand festgelegt wird.

 

Jedes Mitglied der Schützengesellschaft ist verpflichtet

 

a) die Interessen der Schützengesellschaft Linden 04 zu wahren,

b) zur Erreichung der gesteckten sportlichen und ideellen Ziele mitzuwirken,

c) gefaßte Beschlüsse einzuhalten.

Jugendliche und Schüler sind von der Aufnahmegebühr befreit.

 

Auf Antrag können Beiträge durch den Vorstand gestundet oder erlassen werden.

 

§ 6 Erlöschen der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft erlischt durch:

a) Tod

b) Austritt

c) Ausschluß

zu a) Mit dem Tod eines Mitgliedes erlöschen dessen Rechte und Pflichten.

 

zu b) Die Austrittserklärung muß durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand erfolgen. Der Austritt ist nur zum Ende des Geschäftsjahres möglich unter Wahrung einer Frist von drei Monaten.

 

zu c) 1. Falls ein Mitglied mit seinem Beitrag im Rückstand ist, ergeht schriftliche Mahnung. Erfolgt die Zahlung dann nicht innerhalb von sechs Wochen, kann die Streichung von der Mitgliederliste durch Vorstandsbeschluß erfolgen.

2. Mitglieder, die vorsätzlich und beharrlich den Zwecken der Schützengesellschaft zuwiderhandeln, sich unkameradschaftlich oder unsportlich verhalten, sich durch unehrenhafte Handlungen schuldig gemacht haben oder die Schützengesellschaft sonstwie vorsätzlich schädigen, können – auch auf Antrag eines einzelnen Mitgliedes – durch den Gesamtvorstand ausgeschlossen werden. Hierzu genügt einfache Stimmenmehrheit.

 

Gegen den Ausschluß ist innerhalb von zehn Tagen (gerechnet vom Tage der Zustellung) schriftlicher Einspruch an den Ehrenrat der Schützengesellschaft zulässig. Dieser überprüft den Fall und gibt seine Entscheidung dem Vorstand bekannt. Diese Entscheidung ist für beide Parteien endgültig.

 

Der Rechtsweg wird dadurch jedoch nicht ausgeschlossen.

 

Mit dem Ausscheiden eines Mitglieds erlöschen seine sämtlichen Rechte an der Schützengesellschaft. Das Mitglied bleibt jedoch gegenüber der Schützengesellschaft haftbar für alle seine Verpflichtungen, welche bis zum Ausscheiden entstanden sind.

 

§ 7 Organe

Die Organe der Schützengesellschaft sind:

1. die Mitgliederversammlung

2. der Geschäftsführende Vorstand

3. Der Gesamtvorstand

4. Der Ehrenrat

zu 1. Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ der Schützengesellschaft.

 

zu 2. Dem Geschäftsführenden Vorstand gehören an:

der Oberschützenmeister (1. Vorsitzender)

der Schützenmeister (stellv. Vorsitzende)

der Schatzmeister

der Schriftführer

zwei Sportleiter

der Festleiter

der Jugendleiter

Der Oberschützenmeister und der Schützenmeister sind Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Sie vertreten gemeinsam die Schützengesellschaft gerichtlich und außergerichtlich.

zu 3. Dem Gesamtvorstand gehören an:

die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes

der stellvertretende Schatzmeister

der stellvertretende Schriftführer

zwei stellvertretende Sportleiter

der stellvertretende Festleiter

der stellvertretende Jugendleiter

ein Beisitzer

zu 4. Der Ehrenrat besteht aus sieben Mitgliedern, die sämtlich nicht dem Gesamtvorstand angehören dürfen.

 

§ 8 Aufgaben der Organe

1. Die Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung wird einberufen zu:

Jahreshauptversammlungen

Außerordentlichen Hauptversammlungen

Quartalsversammlungen.

Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand schriftlich 14 Tage vorher unter Angabe der Tagesordnung.

 

Alle Mitgliederversammlungen werden vom Oberschützenmeister oder seinem Stellvertreter geleitet. Die Mitgliederversammlungen entscheiden mit einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder. (Ausnahme: Satzungsänderung und Auflösung der Schützengesellschaft)

 

Anträge müssen dem Vorstand 8 Tage vor dem Versammlungstermin schriftlich Vorliegen.

 

Anträge zur Satzungsänderung sind dem Vorstand bis zum Jahresende einzureichen.

 

Über jede Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu führen, welches den Versammlungsverlauf in den wesentlichen Punkten vermerkt und gefaßte Beschlüsse wörtlich wiedergibt.

 

Die Führung des Protokolls obliegt dem Schriftführer. Die Niederschrift ist vom Schriftführer und vom Versammlungsleiter zu unterschreiben. Verlesen und Genehmigung des Protokolls hat auf der nächsten Versammlung zu erfolgen.

Die Jahreshauptversammlung findet im ersten Quartal des Jahres statt. Sie ist zuständig unter anderem für:

 

a) Vorstandswahlen und Entlastung des Vorstandes

b) Satzungsänderungen

c) Festsetzung der Beiträge

d) Wahl der Kassenprüfer

e) Wahl des Ehrenrates

zu a) Alle Vorstandsmitglieder werden für drei Jahre gewählt, wobei Wiederwahl zulässig ist. Bis zur Neuwahl bleiben die Vorstandsmitglieder im Amt.

 

Die Wahl des Oberschützenmeisters erfolgt unter der Leitung des gewählten Wahlleiters in der Jahreshauptversammlung. Die Wahl aller anderen Vorstandsmitglieder erfolgt im Anschluß unter der Leitung des gewählten Oberschützenmeisters. Vorschläge zu den Wahlen können von jedem stimmberechtigten Mitglied gemacht werden. Bei mehreren Vorschlägen für ein Amt kann die Versammlung geheime Wahl beschließen. Bei dieser Wahl ist gewählt, wer die meisten Stimmen auf sich vereinigt. Nichtanwesende Mitglieder können in den Vorstand gewählt werden, wenn sie vorher schriftlich ihre Zustimmung erklärt haben.

 

zu b) Satzungsänderungen werden mit ¾-Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlossen. Der Wortlaut der Satzungsänderung ist den Mitgliedern vorher mit der Einladung zur Versammlung bekanntzugeben.

 

zu c) Über die Höhe des Jahresbeitrages entscheidet die Jahreshauptversammlung auf Antrag.

 

zu d) Die Jahreshauptversammlung wählt aus den Reihen ihrer Mitglieder drei Kassenprüfer, die nicht dem Gesamtvorstand angehören dürfen.

 

Nach Ablauf eines Jahres scheidet der an erste Stelle gewählte Kassenprüfer aus, die beiden folgenden Kassenprüfer rücken auf, und ein dritter wird hinzugewählt. Wiederwahl eines Kassenprüfers an dritte Position ist zulässig.

 

Durch Revision der Kasse, der Bücher und der Belege haben sich mindestens zwei der gewählten Kassenprüfer über die ordnungsgemäße Buch- und Kassenführung der Schützengesellschaft zu informieren. Etwaige Mängel sind der Mitgliederversammlung und dem Vorstand mitzuteilen.

 

In jedem Jahr hat mindestens eine Revision vor der Jahreshauptversammlung zu erfolgen.

 

Die Kassenprüfer verlesen auf der Jahreshauptversammlung ihren Bericht und stellen den Antrag auf Entlastung des Vorstandes.

 

zu e) Die Jahreshauptversammlung wählt den Ehrenrat auf die Dauer von drei Jahren. Wiederwahl ist zulässig.

 

Der Ehrenrat soll mit allen sieben Mitgliedern tagen, er ist jedoch beschlußfähig, wenn mindestens fünf Mitglieder anwesend sind.

 

Der Ehrenrat wählt sich selbst einen Vorsitzenden.

 

Sämtliche Verhandlungen des Ehrenrates sind vertraulich, sie sind niederschriftlich festzulegen, von allen Sitzungsteilnehmern zu unterzeichnen und dem Vorstand zur Kenntnis zu übergeben.

 

Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefaßt, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

 

Eine Außerordentliche Hauptversammlung muß vom Vorstand einberufen werden, wenn mindestens _ der Mitglieder dieses schriftlich unter Angabe der Gründe beantragt.

 

Der Vorstand kann zu außerordentlichen Hauptversammlungen einladen, wenn er dieses aus zwingenden Gründen für erforderlich hält.

 

Außerordentliche Hauptversammlungen haben die gleichen Befugnisse wie die Jahreshauptversammlung.

 

Quartalsversammlungen finden bei Bedarf statt. Hierzu lädt der Vorstand unter Angabe der Tagesordnung 14 Tage vorher schriftlich ein.

 

2. Der Geschäftsführende Vorstand

 

Bei den Sitzungen des Vorstandes hat der Oberschützenmeister, oder in dessen Vertretung der Schützenmeister, den Vorsitz. Sämtliche Vorstandssitzungen sind vertraulich, ihr Verlauf und etwa gefaßte Beschlüsse sind schriftlich niederzulegen.

 

Der Vorstand faßt seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des leitenden Vorsitzenden.

 

Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist.

 

3. Der Gesamtvorstand

 

Der Gesamtvorstand wird zur Unterstützung des geschäftsführenden Vorstandes bei Bedarf vom Oberschützenmeister einberufen.

 

Für den Gesamtvorstand gelten die gleichen Bedingungen wie für den geschäftsführenden Vorstand.

4. Der Ehrenrat

 

Der Ehrenrat kann einberufen werden zur Klärung von Streitigkeiten innerhalb der Schützengesellschaft sowie bei unterschiedlicher Auslegung der Satzung.

 

§ 9 Haftung

Die Schützengesellschaft haftet gegenüber ihren Mitgliedern sowie Nichtmitgliedern nur im Rahmen des vom Landessportbund oder NSSV oder DSB gegebenen Versicherungsschutzes.

 

Für Unfälle oder Diebstähle bei Veranstaltungen, die über den Rahmen des vom Landessportbund oder NSSV oder DSB gegebenen Versicherungsschutzes hinausgehen, haftet die Schützengesellschaft nicht.

 

Ein direkter Anspruch gegenüber der Schützengesellschaft Linden 04 ist in jedem Falle ausgeschlossen.

 

§ 10 Auflösung der Gesellschaft

Die Schützengesellschaft kann nur durch Beschluß einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Hauptversammlung aufgelöst werden.

 

Hierbei ist eine Stimmenmehrheit von ¾ der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder erforderlich.

 

Bei Auflösung der Schützengesellschaft oder bei Wegfall ihres bisherigen Zwecks ist nach Abzug aller Verbindlichkeiten das verbleibende Vermögen für steuerbegünstigte Zwecke zu verwenden.

 

Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.

 

 

 

Hannover-Linden am 2. Februar 1987

 

 

 

Rudolf Heller

(Oberschützenmeister)

 

Jürgen Rieck

(Schützenmeister)

 

Wolfgang Schökel

(Schützenmeister)

 

 

Satzungsänderung gemäß Beschluß der außerordentlichen Hauptversammlung vom 10. Juni 1991 eingearbeitet.